Montag, 29. August 2011

Ich setzte einen Fuß in die Luft...

und sie trug.
(Hilde Domin)
Abschied nehmen ist für mich eine Katastrophe. Ich versuchte die letzten Wochen immer zu verdrängen das ich hier bald weg muss, tat Abschiede immer mit den Worten ab "naja, es gibt ja Facebook...blabla ist alles nicht so schlimm". 
 
Im moment sitze ich in einer komplett leer geräumten Wohnung. All mein Hab und Gut ist sicher (hoff ich zumindest) verstaut in einem Umzugslaster und auf dem Weg in die neue Heimat. Nur noch ich bin hier und wandere immer wieder gefühlsduselig durch die Räume. Die Zimmer, die ich die letzten zwei Jahre (neuer Wohnrekord für mich glaub ich) mein Zuhause nannte und die voller Erinnerungen stecken. 
Die letzten Wochen musste ich immer wieder Abschied nehmen. Von Kommilitonen, lanjährigen Arbeitskollegen, meiner Familie und Freunden. Natürlich werde ich wieder kommen, und natürlich sind 250km nicht soooo weit...trotzdem fällt mir dieser Schritt unglaublich schwer. 
Denn ich liebe diese Stadt, diese Wohnung und mein ganzes Umfeld. Dieser Umzug ist für mich wie ein riesiger Schritt aus meinem gemachten Nest. Weg von all dem was man kennt, alles wieder auf Anfang. Neue Stadt, neue Wohnung, neue Uni, neuer Job, neue Bekanntschaften die hoffentlich irgendwann auch zu Freunden werden (vorausgesetzt ich überwinde die Sprachbarriere =D)...einmal die Reset Taste des Lebens drücken quasi.
Ein letztes mal sitze ich nun auf meiner lieblings Fensterbank, höre Musik und stelle fest das Auto ist da...jetzt bin ich also weg....